Familienrecht in Wuppertal

Scheidung, Sorgerecht, Trennung

Scheidung

Nach Ablauf des Trennungsjahres kann grundsätzlich das Scheidungsverfahren vor dem Familiengericht von uns für Sie beantragt werden.

Ob die Beantragung der Ehescheidung nach Ablauf des Trennungsjahres tatsächlich sinnvoll ist, muss in jedem einzelnen Fall genau überdacht und erörtert werden.

Es gibt immer Gründe, die auch dagegen sprechen, das Ehescheidungsverfahren in die Wege zu leiten. Das Für und Wider besprechen wir gemeinsam in unserer Kanzlei.

Wenn eine Scheidung sinnvoll ist, stellen wir für Sie schnell und zügig den Antrag auf Scheidung der Ehe. Wir besprechen mit Ihnen im Einzelnen den Ablauf des Ehescheidungsverfahrens. In der Regel ist mit der Scheidung auch der sogenannte Versorgungsausgleich zwingend (von Gesetzes wegen) durchzuführen.

Von uns erhalten Sie genaue Informationen, was von Ihnen im Zusammenhang mit dem Versorgungsausgleich zu beachten und zu erledigen ist.

Auch kann im Einzelfall eine vom Gesetz abweichende Regelung des Versorgungsausgleiches sinnvoll sein. Es besteht die Möglichkeit, Vereinbarungen mit dem getrennten Ehegatten zur Regelung des Versorgungsausgleiches zu schließen, um so eine finanziell günstigere Regelung herbeizuführen.

Schlussendlich besprechen wir mit Ihnen auch, in welcher Höhe Kosten durch das Scheidungsverfahren auf Sie zukommen können. Selbstverständlich prüfen wir auch, inwieweit für unseren Mandanten die Beantragung von Verfahrenskostenhilfe möglich ist, also der Mandant bei Vorliegen der wirtschaftlichen Voraussetzungen von den Verfahrenskosten ganz oder teilweise durch die Staatskasse freigestellt wird.

Zugewinn

Im Falle einer Trennung und Scheidung ist häufig auch die Vermögensauseinandersetzung der Eheleute zentrales Thema. Gerade im Falle der Scheidung von Unternehmern und Freiberuflern kann eine Trennung und Scheidung eine existentielle Bedeutung gewinnen. Dies insbesondere dann, wenn die Ehegatten in gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben und keinen Ehevertrag geschlossen haben, der Regelungen zur Vermögensauseinandersetzung beinhaltet.

In solchen Fällen kann die Geltendmachung von Zugewinnausgleichsansprüchen dazu führen, dass der Ausgleichsverpflichtete keine liquiden Mittel zur Verfügung hat, weil sein Vermögen firmen- bzw. unternehmensgebunden ist. Durch die Geltendmachung von Zugewinn kann der Verpflichtete in eine existenzbedrohende Situation bis hin zur Geschäftsaufgabe führen, sodass hierdurch auch die Einkommenssituation negativ bis hin zum Wegfall durch Geschäftsaufgabe beeinträchtigt werden kann.

Individuelle Regelung durch Ehevertrag

Die Ehegatten haben vor der Ehe aber auch während der Ehe jederzeit die Möglichkeit, von den gesetzlichen Regelungen durch Abschluss eines Ehevertrages abzuweichen. Gerade bei Unternehmern und Freiberuflern sollte die Möglichkeit einer individuellen Regelung der Trennungs- und Scheidungsfolgen durch Abschluss eines Ehevertrages geprüft werden. Durch individuelle Gestaltungsmöglichkeiten kann einerseits die wirtschaftliche Existenz geschützt werden, andererseits aber auch nach einer fairen Regelung gesucht werden, um eine angemessene Teilhabe beider Ehegatten an dem während der Ehe erwirtschafteten Vermögen zu regeln.

Nur beispielhaft wird aufgezählt, dass eine Gütertrennung oder eine modifizierte Gütertrennung vereinbart werden kann und Nachteile für den anderen Ehegatten durch Aufbau von Kapital und Vermögen durch Lebensversicherungen und Aktien oder Fonds erfolgen kann.

Es bestehen umfangreiche Möglichkeiten, eine Modifizierung auch des gesetzlichen Güterstandes der Zugewinngemeinschaft ehevertraglich zu vereinbaren. Dabei müssen bestimmte Grenzen im Ehevertrag aufgrund aktueller Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Beachtung finden. Sie benötigen die Unterstützung der informierten Fachanwältin zur Sicherung Ihrer Rechte.

Hausratteilung

Im Rahmen der Trennung und Scheidung müssen sich die Ehegatten auch über die Aufteilung des vorhandenen Hausrates einigen. Hier empfiehlt es sich eine klare eindeutige Regelung mit dem anderen Ehegatten zu treffen. Es ist unabdingbar, dass schriftlich zwischen den Ehegatten festgehalten wird, wie der Hausrat zwischen ihnen endgültig aufgeteilt werden soll. Nur so können langwierig gerichtliche Verfahren vermieden werden.

Auch hier berät die Fachanwältin für Familienrecht effektiv und zügig.

Unterhalt

Im Zusammenhang mit der Trennung und Scheidung ist es auch von elementarer Bedeutung, ob und in welcher Höhe Unterhalt geschuldet wird. Dies gilt sowohl für den Unterhaltsberechtigten als auch für den Unterhaltsschuldner. Im Einzelnen können folgende Unterhaltsansprüche gegeben sein:

  • Kindesunterhalt

Zu unterscheiden ist zunächst zwischen dem Unterhalt minderjähriger Kinder und Unterhaltsansprüchen volljähriger, unverheirateter Kinder. Minderjährige Kinder haben grundsätzlich Anspruch auf Unterhalt gegen das Elternteil, in dessen Haushalt sie nicht leben. Das andere Elternteile, welches das Kind betreut, leistet hierdurch seinen Betrag für das Kind und muss in der Regel zusätzlich keinen Barunterhalt an das Kind leisten.
Mit der Volljährigkeit eines Kindes haben dann grundsätzlich beide Elternteile im Verhältnis ihrer jeweiligen Einkünfte für den Kindesunterhalt aufzukommen.
Der Unterhaltsanspruch der Kinder wird im Regelfall nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle abhängig vom Einkommen des Unterhaltsverpflichteten ermittelt. Dabei ist auch das Kindergeld, welches für das Kind bezogen wird, zu berücksichtigen. Das Elternteil, bei dem das minderjährige Kind lebt, ist von Gesetzes wegen verpflichtet, den Unterhaltsanspruch des minderjährigen Kindes zu verwalten, also gegenüber dem anderen Elternteil geltend zu machen. Volljährige Kinder hingegen sind grundsätzlich selbst verpflichtet, ihren Unterhaltsanspruch gegen die Eltern geltend zu machen, wobei Voraussetzung für einen Unterhaltsanspruch ist, dass das Kind in der Regel eine Schulausbildung absolviert, eine Berufsausbildung absolviert oder studiert. Gerade bei der Frage der Ermittlung oder erfolgreichen Durchsetzung bzw. der Abwehr von Unterhaltsansprüchen geht es häufig auch um den Faktor Zeit. Wir vergeben auch kurzfristig, flexible Besprechungstermine, damit wir ihre Rechte durchsetzen können.

  • Trennungsunterhalt

Wenn Ehegatten getrennt leben, so kann ein Ehegatte gegen den anderen Ehegatten, der über höhere Einkünfte verfügt, Trennungsunterhalt geltend machen. Auch hier gilt für den Fall der Trennung, sich zeitnah über das Thema von der Fachanwältin für Familienrecht informieren zu lassen. Wir beraten Sie, ob und wann Trennungsunterhalt geschuldet ist bzw. geltend gemacht werden kann und wie lange Trennungsunterhalt zu zahlen ist. Gleichfalls weisen wir auch auf Verpflichtungen des Unterhaltsberechtigten und des Unterhaltsschuldners hin. Wir begleiten Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.

  • nachehelicher Unterhalt

Mit der Rechtskraft der Scheidung kann unter bestimmten Voraussetzungen auch nachehelicher Unterhalt gefordert werden bzw. geschuldet sein. Unter welchen Voraussetzungen nach der Ehescheidung dem Ehegatten noch ein Unterhaltsanspruch zusteht muss am Einzelfall geprüft werden. Grundsätzlich gilt, dass der Ehegatte einen Unterhaltsanspruch hat, der nach der Scheidung bedürftig ist, also außerstande ist, sich selbst aus seinen Einkünften oder seinem Vermögen unterhalten zu können.

Wir informieren Sie über die einzelnen Unterhaltstatbestände beim nachehelichen Unterhalt, die in den §§ 1570 bis 1576 BGB geregelt sind. Unterhalt kann beispielsweise verlangt werden wenn,

  • Kinder betreut werden, im Alter, bei Vorliegen einer Erkrankung oder bei Erwerbslosigkeit oder auch, wenn Ehegatten unterschiedlich hohe Einkünfte erzielen, die schon während der bestanden. Hier könnte aus der Differenz der Einkünfte der Ehegatten Aufstockungsunterhalt zu zahlen sein.

Im Rahmen des nachehelichen Unterhalts ist von zentraler Bedeutung nicht nur die Höhe, sondern insbesondere auch die Dauer, also eine mögliche zeitliche Befristung des nachehelichen Unterhaltsanspruches. Im Zusammenhang mit dem Thema nachehelicher Unterhalt wird auch immer wieder das Thema Unterhaltsverzicht, Wiederverheiratung, grobe Unbilligkeit oder Verwirkung von Unterhaltsansprüchen und die fehlende Leistungsfähigkeit diskutiert.

Elternunterhalt

Aufgrund der stetig zunehmenden Lebenserwartung von Menschen und gleichzeitiger geringerer Renten bekommt das Thema Elternunterhalt eine immer größere Bedeutung.

Kinder können zu einem Unterhaltsbeitrag für ihre Eltern verpflichtet sein, wenn die Einkünfte des Elternteiles nicht ausreichen, um den Bedarf des älteren Menschen zu decken. Diese Situation kann insbesondere dann entstehen, wenn sich bei dem Elternteil die Notwendigkeit der Aufnahme in ein Pflegeheim ergibt.

Dann besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Kinder auf Zahlung von Elternunterhalt in Anspruch genommen werden können. Denn Verwandte sind gemäß § 1601 BGB in gerader Linie verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren. In diesem Zusammenhang treten auch häufig die Sozialämter an die Kinder mit einer sogenannten Überleitungs- bzw. Rechtswahrungsanzeige heran, wenn nämlich den pflegebedürftigen Eltern öffentliche Leistungen gewährt werden.

Von besonderer Bedeutung in diesem Zusammenhang ist es für Kinder, sich frühzeitig, also vor Eingang einer sogenannten Überleitungs- bzw. Rechtswahrungsanzeige bei einem Fachanwalt für Familienrecht über die rechtlichen Voraussetzungen für einen Anspruch auf Elternunterhalt zu informieren.

Ansprechpartner für Familienrecht in unserer Kanzlei in Wuppertal sind:

Familienrecht - Fachanwältin Körner

Frau Rechtsanwältin
Andrea Körner
Fachanwältin für Familienrecht

Familienrecht - Rechtsanwältin Beckmann

Frau Rechtsanwältin
Stefanie Beckmann